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Voraussetzung für den klinischen Einsatz jedes neuen Operationsverfahrens
ist, dass die Komplikationsrate äußerst gering ist. Das bedeutet,
dass auch operative Verfahren, wie die Augenlaseroperation in ihrer Komplikationsrate
nicht höher ist als andere häufig durchgeführte Augenoperationen
(z. B. Grauer Star-Operation). Dies bedeutet, sie sollte nicht höher
sein als 1 - 2 Prozent.
Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen überblick über mögliche
Komplikationen, die bei einer Korrektur der Fehlsichtigkeit mit Laser
entstehen können.
Trockenes Auge
Viele Patienten, die eine Korrektur
ihrer Fehlsichtigkeit mit dem Lasern wünschen, haben durch
eine Kontaktlinsenunverträglichkeit
hervorgerufene trockene Augen. Die Ursache hierfür liegt meistens
darin, dass die Tränenproduktion gestört ist. Dies stellt jedoch
kein Hindernis für die Korrektur Ihrer Sehfähigkeit mit Laser
dar. Die Patienten werden daher darüber aufgeklärt, dass sie
in der ersten Zeit nach der Operation mit künstlichen Augentränen
tropfen müssen.
Etwa 3-5 Prozent der operierten
Patienten klagen nach der Operation über
eine vorübergehende Zunahme des trockenen Auges. Nach einigen Wochen,
wenn sich die Hornhautempfindlichkeit normalisiert hat, lässt das
Trockenheitsgefühl jedoch nach. In sehr seltenen Fällen gibt
es Patienten, die außer trockenen Augen auch sonst sehr trockene
Schleimhäute (z.B. Mund und Nase) haben. In solchen Fällen
wird von einer Korrektur mit Laser abgeraten.
Restfehlsichtigkeit nach Operation
Abhängig von der Größe
der vorhandenen Fehlsichtigkeit besteht bei einigen wenigen Patienten auch
nach der Operation eine leichte Restfehlsichtigkeit. In solchen Fällen
kann dann eine Nachoperation
durchgeführt werden, bei dem mit dem Laser diese Restfehlsichtigkeit
korrigiert wird.
Flap-Komplikationen
Bei der Laseroperation
wird mit Hilfe eines sogenannten automatischen Keratoms eine Hornhautlamelle
oder ein Flap präpariert. Mit Hilfe
einer oszillierenden Klinge wird ein
0,16 mm dicker Hornhautflap angelegt
und wie bei einem Scharnier nach oben aufgeklappt. In einigen seltenen
Fällen (weniger als 1 – 2
Prozent) können beim Präparieren dieses Flaps Komplikationen
auftreten:
Dünner Flap / Free Flap
Beim Schneiden
kann der Flap sehr dünn geraten, was wiederum zu
einer Faltenbildung der Hornhaut führen kann. In solchen Fällen
muss das Auge gleich nach der Operation mit einer Kontaktlinse versorgt
werden und regelmäßig kontrolliert werden. Falls dies sorgfältig
durchgeführt wird, entstehen keine weiteren Probleme.
Bei sogenannten
Botton-hole oder „Knopfloch" handelt es sich
um eine sehr dünn geratene Hornhautlamelle, die im Bereich des Hornhautzentrums
ein Loch hat. In solchen Fällen sollte keine Laserbehandlung durchgeführt
werden, sondern der Flap wieder aufgelegt und mit einer Kontaktlinse
versorgt werden. Nach etwa 3 – 4 Monaten kann dann erneut ein
etwas tieferer Schnitt angelegt und die Laseroperation durchgeführt
werden.
Laserkomplikationen
Die eigentliche Laserkomplikation
ist bei der neuesten Generation der Lasergeräte sehr selten. Jeder
Operateur oder jede Klinik sollte nicht nur deshalb die Geräte regelmäßig
warten lassen und immer die neueste Software und technische Errungenschaft
am Gerät
upgraden. Vor jeder Behandlung sollten zudem die Energie und Leistung überprüft
werden.
Blendung
Nach Laserbehandlungen sind Blendung und/oder Herabsetzung
des Sehens bei dunkler Beleuchtung beobachtet worden. Die Ursache
hierfür
ist meistens, dass der Durchmesser der gewählten Zone für die
Laserbehandlung kleiner ist als der Durchmesser der Pupille im Dunkeln.
Wie Sie wissen, funktioniert die Pupille wie eine Blende am Fotoapparat.
Das heißt,
bei dunkler Beleuchtung wird die Pupille groß, um soviel Licht
wie möglich ins Auge zu bekommen. Bei der Voruntersuchung sollte
deshalb immer genauestens der größte Pupillendurchmesser bei
dunkler Beleuchtung gemessen werden. Die gewählte optische Zone
bei der Laserbehandlung sollte daher mindestens gleich groß oder
etwas größer sein, als der gemessene Pupillendurchmesser.
Dadurch kann das Risiko des Auftretens der genannten Komplikation größtenteils
vermieden werden.
Seltene Komplikationen
Extrem seltene Komplikationen
sind Infektionen unter dem Flap. Diese sind so selten, dass es schwer
ist, sie statistisch zu ermitteln. Grundlegend kann jedoch gesagt
werden, dass eine Augenlaseroperation immer unter hoch sterilen Klinikbedingungen
durchgeführt werden sollte. Dadurch
ist das Risiko des Auftretens der Infektionen sehr gering einzustufen.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die meisten Komplikationen
nach Augenlaseroperationen durch eine gründliche und umfangreiche
Voruntersuchung vermieden werden können. Risikopatienten mit einer
sehr dünnen Hornhaut, sehr großer Pupillen bei dunkler Beleuchtung
oder Hornhauterkrankungen, wird von einer Operation abgeraten.
Unsere
angeschlossenen Praxen bzw. Behandlungszentren sind auf dem neuesten Stand der
Lasertechnologie ausgerüsteten Geräten und mit entsprechenden
Wartungsverträgen ausgerüstet sind. Eine weitere Voraussetzung
ist, dass der Operateur über ausreichend Erfahrung mit den Augenlaseroperationen
sowie über das Management bei Komplikationen verfügen sollte.
Die Komplikationsrate unserer spezialisierten Augen-Laser-Zentren liegt
unter 1 Prozent.
Wir stehen Ihnen gerne unter unserer
kostenfreien Hotline unter 0800 - 678 45 65
für weitere Informationen und kostenfreies Informationsgespräch zum Thema Augenlasern
zur Verfügung.
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